CommunityKategorien |
Die Chorionzottenbiopsie (Chorionbiopsie oder Chorionzottentest)Die Chorionbiopsie ist ein sehr verlässlicher vorgeburtlicher Test, der dazu dient, Fehlbildungen oder genetische (Erb-)Krankheiten, wie beispielsweise Trisomie 21, festzustellen. Gegenüber der Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) hat die Chorionbiopsie einen großen Vorteil: Man kann sie früher durchführen und zwar zwischen der 10. und 20. Schwangerschaftswoche, während eine Amniozentese erst ab der 15. Woche möglich ist. DurchführungUm den Test durchzuführen, muss die Blase voll sein; dementsprechend sollte vorher viel Wasser getrunken werden. Während man auf der Untersuchungs-Liege liegt, lokalisiert der Arzt/die Ärztin mit Hilfe eines Ultraschallgeräts die Plazenta; abhängig von ihrer Position wird der Arzt/die Ärztin dann einen feinen Schlauch in die Scheide und den Gebärmutterhals einführen oder mit einer feinen Nadel von außen in den Unterleib stechen, damit die Plazenta erreicht werden kann. Muss eine Nadel verwendet werden, wird die Einstichstelle vorher örtlich betäubt. Dann entnimmt der Arzt/die Ärztin einen kleinen Teil der Chorionzotten. Bei den Chorionzotten handelt es sich um kleinste Gewebeausstülpungen in der Plazenta. In diesen befinden sich viele (Erb-)Informationen zu genetischen Anlagen und zum Geschlecht des Babys. RisikenDas Risiko, dass es durch den Chorionzottentests zu einer Fehlgeburt kommt, ist bei diesem Test mit 0,5 bis 1 Prozent etwas höher als bei der Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung), wo die Rate bei 0,25 bis 0,5 Prozent liegt. In äußerst seltenen Fehlen kann es geschehen, dass es fälschlicherweise zu einer Diagnose von Mosaizismus, einer Fehlbildung, kommt, die das Baby aber gar nicht hat. In solchen Fällen wird mit dem Arzt/der Ärztin besprochen, ob zur endgültigen Bestätigung noch eine Amniozentese durchgeführt werden soll. Chorionbiopsie: Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung)Manche fragen sich nun vielleicht, warum sich nicht alle Frauen für eine Chorionbiopsie entscheiden, wenn die Risiken einer Fehlgeburt etwa gleich hoch sind wie bei der Amniozentese. Das kann daran liegen, dass diese Methode noch nicht in allen Regionen so häufig angeboten wird wie die Fruchtwasseruntersuchung. Manche Frauen hatten schon einmal eine Fehlgeburt im ersten Trimester der Schwangerschaft und wollen das Risiko nun so niedrig wie möglich halten. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass man zwar mit Hilfe von beiden Untersuchungen Erbkrankheiten feststellen kann, allerdings nur im Rahmen der Amniozentese eine Erkrankung namens Spina bifida diagnostiziert werden kann.
19.10.2009, 01:54 von Redaktion |
1126 Aufrufe
Verknüpfte Inhalte
Bewertung:
Tags (18)News
Neueste Artikel
Neueste Benutzer |
Wer ist online?
|
Kommentare