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Impfstoff Schweinegrippe: Schutz oder Risiko für Schwangere und Kinder?

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Impfstoff Schweinegrippe: Schutz oder Risiko für Schwangere und Kinder?

Impfstoff Schweinegrippe: Schutz oder Risiko für Schwangere und Kinder?Im Herbst, zwischen Anfang September und Anfang Oktober, soll er endlich verfügbar sein: der Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Dann soll sich laut Bundesgesundheitsministerium prinzipiell jeder gegen das Virus impfen lassen können, der geimpft werden möchte.

Da die benötigte Menge des Impfstoffes jedoch nicht auf einmal hergestellt und ausgeliefert werden kann, erfolgt die Versorgung durch die Pharma-Unternehmen in wöchentlichen Lieferungen, mit denen der Nachschub organisiert wird.

Vorzug bei der Impfung erhalten deshalb zuerst die als besonders gefährdet geltenden Personen – die so genannten Risikogruppen, für die eine Infektion mit der Schweinegrippe lebensbedrohlich werden könnte. Dazu zählen:

  • Menschen mit chronischen Erkrankungen und geschwächtem Immunsystem
  • Schwangere
  •  Neugeborene

Ebenso haben die Beschäftigten aus Gesundheitswesen, Polizei und Feuerwehr in der Impfreihenfolge Priorität, da sie beruflich bedingt einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Die aktuellen Daten zur Schweinegrippe in Deutschland

Mit Stand vom 18. August 2009 sind in Deutschland derzeit 12.830 mit der Schweinegrippe infizierte Personen am Robert-Koch-Institut registriert. Das Robert-Koch-Institut ist – für alle, die mit der Begrifflichkeit noch nichts anfangen können – die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und –prävention.

Insbesondere die Ferien haben dafür gesorgt, dass die Zahl der Erkrankten extrem angestiegen ist. So handelt es sich bei ca. 80 Prozent der Infizierten um Urlauber, die ihre Ferien im Ausland verbracht haben und nun zurückgekehrt sind.

Auch wenn die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, schon vor zwei Monaten die höchste Pandemie-Stufe, die Stufe 6, ausgerufen hat, zeigt sich die Schweinegrippe in Deutschland derzeit in den meisten Fällen noch mit einem eher milden Krankheitsverlauf.

Das Gesundheitsministerium traut der Ruhe jedoch nicht und befürchtet einen weiteren Anstieg der Infektionen. Insbesondere, da sich aus der Erfahrung mit vergangenen Pandemien gezeigt hat, dass nach einer ersten, verhältnismäßig milden Phase durchaus eine zweite, mit eindeutig gravierenderem Krankheitsverlauf folgen kann. Dann, so befürchtet das Gesundheitsministerium, könnte auch in Deutschland die Zahl der Todesfälle erheblich ansteigen.

Schwangere gelten als besonders gefährdet

Schwangere gelten hinsichtlich des H1N1/09-Erregers, des Schweinegrippen-Virus, als besonders gefährdet. Denn laut Virologen ist bei ihnen das Risiko eines lebensbedrohlichen Krankheitsverlaufes besonders hoch, da es häufiger zu Komplikationen kommt. Diese können im schlimmsten Fall zum Tod führen.

So zeigen besonders die Erfahrungen aus vergangenen Pandemien, dass die Sterblichkeitsrate bei schwangeren Frauen immer und vor allem immer eindeutig höher lag als die Sterblichkeitsrate anderer Bevölkerungsgruppen.

Auch die Schweinegrippe macht vor werdenden Müttern nicht Halt, wie die bisherigen Todesfälle der Infektion zeigen. Denn das erste Todesopfer in Europa war eine 38-jährige Schottin, die kurz nach der Geburt ihres Kindes starb.   Auf dem Festland war das erste Todesopfer ebenfalls eine schwangere Frau, eine Spanierin, die ihren 8.Schwangerschaftsmonat nicht mehr erleben durfte.

Fehlende Daten für die Sicherheit der Impfung bei Schwangeren & Kindern

Impfungen sind seit eh und je ein sehr umstrittenes Thema. Die ab September oder Oktober verfügbare Impfung mit dem Erreger der Schweinegrippe jedoch noch mehr als sonst.

Denn auch wenn gerade für werdende Mütter eine Infektion besonders gefährlich werden kann und sie die Impfung wahrscheinlich am dringendsten benötigen würden, gibt es zur Verträglichkeit des Impfstoffes für Mutter und Kind die wenigsten Daten.

Das Schlimmste daran: Es wird sie auch nicht geben, da es aus ethischen Gründen verboten ist, werdende Mütter als Probanden für klinische Studien einzusetzen. Oder richtiger formuliert: Klinische Studien mit Schwangeren werden den Ethikkommissionen besonders kritisch hinterfragt und dementsprechend selten genehmigt.

Genau deshalb gibt es keine gesicherten Ergebnisse, die eine Aussage darüber treffen könnten, wie sicher oder unsicher der Impfstoff wirklich für Mutter und Kind ist.

Ebenso problematisch ist die Tatsache, dass auch an Kindern der Impfstoff bisher nicht getestet wurde. Zwar laufen bereits die ersten Testphasen, aber das endgültige Ergebnis, ob der Impfstoff für Kinder überhaupt geeignet ist, wird erst nach seiner deutschlandweiten Einführung vorliegen. Wie weit danach, ist leider noch nicht bekannt.

Die bisherigen Testergebnisse zur Sicherheit des Impfstoffes – Teil 1

Abgesehen von den fehlenden Daten zur Sicherheit des Impfstoffes für werdende Mütter und Kinder, sind auch die übrigen Testergebnisse umstritten.

Insbesondere die möglichen Nebenwirkungen der vorgesehenen Massenimpfung sind nicht vollständig absehbar. Und zwar insbesondere genau die Nebenwirkungen, die sich in den klinischen Test-Studien nicht gezeigt haben.

Dazu muss man wissen, dass alle Impfstoffe natürlich vor ihrem Einsatz eingehend getestet werden. In diesen Test-Verfahren zeigen sich dann auch üblicherweise die Nebenwirkungen, mit denen bei einer Impfung häufig gerechnet werden muss und zu denen beispielsweise

  • Schmerzen an der Infektionsstelle
  • Schwellung an der Infektionsstelle
  • Rötung der Infektionsstelle
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Transpiration
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit

gehören.

Bei der bevorstehenden Impfung werden die beschriebenen Nebenwirkungen jedoch stärker sein als bei den bisher bekannten Grippe-Impfungen. Grund dafür sind Verstärkersubstanzen, so genannte Adjuvanzen, mit denen die Wirkung des Impfstoffes künstlich erhöht wurde, um gleichzeitig weniger des Original-Impfstoffes zu verbrauchen und entsprechend mehr Einzel-Portionen herstellen zu können.

Mikrobiologe Prof. Alexander Kekulé hält gerade diese Adjuvanzen, in diesem Fall die Substanz mit dem Namen AS03, für Kinder für besonders bedenklich. Für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder gilt dies wohl ebenso, da es bisher auch noch keine Erkenntnisse dazu gibt, wie sich diese Verstärkersubstanz auf eine Schwangerschaft auswirkt.

In Amerika allerdings laufen bereits Tests, in denen versucht wird, ohne die entsprechenden Verstärkersubstanzen auszukommen.

Die bisherigen Testergebnisse zur Sicherheit des Impfstoffes – Teil 2

Für Erwachsene gelten die beschriebenen Nebenwirkungen dennoch als “unbedenklich“ und normal, da das körpereigene Immunsystem sich natürlich mit allen Mitteln gegen den simulierten Angriff der Krankheitserreger zur Wehr setzt.

Normal aber auch deshalb, weil sie bei etwa jeder 10. geimpften Person zu beobachten sein werden. Doch genau diese Verhältnismäßigkeit zwischen der Anzahl der in den Studien getesteten Personen und der tatsächlichen Anzahl an zu erwartenden Impfungen macht durch ein Rechenbeispiel deutlich, warum die Impfung so umstritten ist – und vor allem, wo sich ihre Sicherheitslücke befindet.

Ein Rechenbeispiel: Statistik versus Realität

Allein in Deutschland sollen spätestens ab Anfang Oktober mindestens 25 Millionen Impfungen gegen die Schweinegrippe erfolgen. Dann erst wird sich zeigen, welche Nebenwirkungen tatsächlich auftreten können – nämlich auch solche, die in den klinischen Studien nicht beobachtet werden konnten.

Denn die bisher durchgeführten Test-Verfahren sind so angelegt, dass sie nur diejenige Reaktion als Nebenwirkung erkennen, die in mehr als 1% der Fälle als Folge der Impfung auftritt. Klingt überschaubar, ist es aber nicht!

Denn eigentlich bedeutet es, dass bei 25 Millionen anstehenden Impfungen rein rechnerisch fast 250.000 Menschen eine vielleicht auch schwerwiegendere Impfreaktion erleiden könnten, die innerhalb der klinischen Studien nicht erfasst werden konnte. Einfach, weil hier nur alles gezählt oder erkannt wurde, was eindeutig über 1% lag – nicht darunter und auch nicht exakt bei 1%.

Der Herausgeber des “Arznei-Telegramms“, Herr Wolfgang Becker-Brüser, bezeichnet die bevorstehende Impfung deshalb auch als „Großversuch an der deutschen Bevölkerung“, wie der “Spiegel“ kürzlich zitierte.

Die bisherigen Testergebnisse zur Sicherheit des Impfstoffes – Teil 3

Ebenfalls bedenklich für Schwangere und Kinder – auch ohne detaillierte oder aktuelle Studienergebnisse – ist die im Impfstoff enthaltene Quecksilber-Verbindung “Thiomersal“, die zur Konservierung verwendet wird.

Sollten Schwangere sich impfen lassen wollen oder sollen Kinder, insbesondere Kleinkinder, geimpft werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass ein quecksilberfreier Impfstoff verwendet wird.

Diesen sollte es dann auch geben, da die Weltgesundheitsbehörde bereits empfohlen hat, für Schwangere und Kinder die Impfstoffe grundsätzlich quecksilberfrei abzufüllen. In Amerika wird dies in jedem Fall schon praktiziert.

Die bisherigen Testergebnisse zur Sicherheit des Impfstoffes – Teil 4

Die neuesten Ergebnisse kommen aus Großbritannien. Dort wurde in den vergangenen Tagen einer der größten Tageszeitungen, der Daily Mail, ein internes Schriftstück der Gesundheitsbehörde zugespielt, innerhalb dessen ebenfalls vor der Impfung gewarnt wird.

Ausgesprochen wurde die Warnung vor allem in Anbetracht einer möglichen Erkrankung am Guillain-Barre-Syndrom, kurz GBS genannt.

Allerdings: Hierbei handelt es sich nicht um Test-Ergebnisse, sondern um die Erfahrungswerte einer vorausgegangen Pandemie, deren Impfstoff ähnlich war und bei der auf Grund der damals erfolgten Massen-Impfung eine Vielzahl der Geimpften danach am Guillan-Barre-Syndrom erkrankten und teilweise auch starben.

Das Guillain-Barre-Syndrom, auch als Landry-Guillain-Barré-Strohl-Syndrom bekannt, ist eine neurologische Erkrankung, also eine Erkrankung des Gehirns, durch das die Nerven angegriffen und der Körper samt seiner Organe gelähmt werden kann, und die nicht selten tödlich endet.

Auch in Deutschland ist der mögliche Zusammenhang anscheinend bekannt. So gibt Johannes Löwer, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, das für die Zulassung von Impfstoffen verantwortlich ist, sich nachdenklich und schließt nicht aus, dass diese Erkrankung, die normalerweise durch eine Infektion entsteht, unter Umständen auch durch eine simulierte Infektion ausgelöst werden könnte.

Belegende Tests oder Ergebnisse liegen aber definitiv nicht vor.

Schwanger: Impfen oder nicht?

So gerne wir es würden, auch wir können diese Frage nicht beantworten, denn selbst die Ständige Impfkommission, kurz: Stiko, am Robert-Koch-Institut wartet mit ihrer Impfempfehlung für Schwangere als auch für Kinder noch ab.

Angemerkt sei jedoch, dass die Stiko auch bei den bekannten Grippe-Impfungen eher zur Vorsicht rät und vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft davon abrät.

Ausgenommen davon sind nur Risikoschwangerschaften, für die anscheinend gilt, dass eine Impfung letztendlich mehr Nutzen als Schaden für Mutter und Kind bringt.

Alle Impfempfehlungen, die zeitnah immer wieder aktualisiert werden, finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter http://www.rki.de

07.10.2009, 21:38 von Redaktion | 279 Aufrufe
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