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Kinder und Fernsehen

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Kinder und Fernsehen

Schon Zweijährige erzählen von „Thomas“, der Lokomotive und verfallen bei dem Stichwort „Pinguin“ in den Gesang der Werbung „Eis, Eis Pinguin“. Wissen Sie wer „Bonsbob“ ist? Richtig, „Sponge Bob“. Kinder lieben die bunten Bilder und die lustigen Figuren.Kinder und Fernsehen

Fernsehen an sich soll nicht verteufelt werden, ein vernünftiger Umgang damit ist jedoch ratsam.

Folgen von zu viel Fernsehen

Ein schlechtes Zeichen ist es, wenn das Kind das Fernsehen dem Spiel mit anderen Kindern oder den Eltern vorzieht. Schlägt es einen spannenden Ausflug aus, nur um eine bestimmte Sendung nicht zu verpassen? Dann gilt es das Kind ganz behutsam wieder vom Sofa wegzukommen und andere Dinge mit dem Kind zu tun. Jetzt sollte der Fernseher mal für eine Woche Sendepause haben.

Sonst kann es leicht passieren, dass noch weitere Probleme hinzu kommen, die durch Bewegungsmangel und andauernder Berieselung entstehen. Zum einen werden heutzutage immer mehr Haltungsschäden und Übergewicht bei Schulkindern beobachtet. Konzentrationsmangel und Langeweile, bis hin zu Depressionen oder Aggressionen, können ebenso Folgen von zu viel Fernsehen sein. Die Kinder verlernen eigene Ideen und wichtige Basiskompetenzen zu entwickeln, die im Spiel mit anderen erworben werden. Dazu gehört Einfühlungsvermögen, teilen können, verhandeln, Kompromisse schließen etc. Zudem muss das Gesehene verarbeitet werden, was aber nicht möglich ist bei einer Überdosis von sich schnell bewegenden Bildern und wechselnden Szenen.

Wie erleben Kinder Fernsehen?

Kinder von 3 - 6 Jahren können noch nicht zwischen Fiktion und realer Umwelt unterscheiden. Sie halten alles im TV gesehene für ebenso wirklich wie das echte Leben. Die Kinder empfinden sich auch als einen Teil des Geschehens. Also alle Ängste, Befürchtungen, Aufregungen usw. werden wirklich miterlebt und empfunden. Deshalb ist es gerade für diese Altersgruppe ausgesprochen wichtig, dass die Sendungen ausgewählt werden und die Kinder die Sendungen im Beisein eines Erwachsenen gucken.

Kinder von 7 - 10 Jahren wissen schon dass das im Fernsehen gesehene nicht real ist. Sie können aber komplizierte Geschichten, die mit einer schnellen Bildfolge einhergehen, noch nicht verarbeiten.

Ältere Kinder haben durch ihre erweiterte Fähigkeit logisch zu denken, kaum noch Probleme, komplexere Handlungen zu verdauen. Sie werden aber noch viel mehr emotional angesprochen vom Geschehen als Erwachsene.

Kann Fernsehen auch positiv sein?

Es gibt heutzutage sehr viele gute Sendungen, die in Maßen genossen, durchaus positiv auf die Entwicklung der Kinder wirken können. Für jede Altersstufe lassen sich Sendungen finden wie „Wissen macht Ah!“, „Die Sendung mit der Maus“ „Willi will´s wissen“ „Dora“ etc.

Am besten überlegt man sich vorher, welche Sendung gesehen werden soll und schaltet diese dann gezielt ein. Wer den Fernseher auf gut Glück einschaltet und zappt, gerät schnell in den Sog der bunten Bilder. Vor allem haben Kinder nicht selbst die Disziplin, wieder abzuschalten. Wichtig ist auch, die Sendung bis zum Ende anzuschauen um das Ende mitzubekommen. Dies sorgt für den abwechselnden Verlauf von Spannung und Entspannung.

Wie viel Fernsehen in welchem Alter?

Als Faustregel kann man folgende Zeiten nehmen.

Vorschulkinder dürfen ca. 30 Minuten täglich ausgewählte Sendungen anschauen. Möglichst im Beisein der Erziehungsberechtigen.

Kinder von 6 - 8 Jahren ca. 1 Stunde täglich. Auch hier ist wichtig, nur ausgewählte Sendungen zu schauen und die Eltern sollten in der Nähe sein um mitzubekommen, wie das Kind auf bestimmte Ereignisse reagiert.

Kinder mit 9 - 10 Jahren, höchstens  1,5 Stunden täglich. Sie sollen auch nicht allein gelassen werden mit den Geschichten, die ihnen dargeboten werden.


Fazit

Solange Fernsehen nicht das Wichtigste ist, sondern eine Rolle einnimmt wie bei der Ernährung der Bonbon, ist nichts gegen gelegentliches Fernsehen einzuwenden.

Hat das Kind ausreichend Bewegung, Spielzeit mit Freunden und Eltern, kommt es in der Schule gut mit, hat es Ideen, einen guten Schlaf und wirkt es ausgeglichen und fröhlich? Diese Dinge sollten Sie u.a. im Auge behalten um zu beurteilen, was gut für die Kleinen ist.

19.10.2009, 00:55 von Redaktion | 834 Aufrufe
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