Der Hund ist in Deutschland gleich nach der Katze das beliebteste Haustier. Mehr als 5 Millionen Hunde lebten 2008 in deutschen Haushalten, viele davon mit Kindern zusammen und unter unterschiedlichen Ausgangs-Voraussetzungen. Manchmal war erst der Hund da und später kam das Kind, oft wird ein Hund angeschafft, wenn schon Kinder da sind, bzw. die Familienplanung abgeschlossen ist.
Brauchen Kinder Hunde?
Die Entscheidung, sich einen Hund anzuschaffen, wird aus ganz verschiedenen Beweggründen getroffen. Sind Kinder im Haus, spielt nicht selten der intensive Wunsch des Kindes nach einem Hund eine große Rolle. Die Sehnsucht nach einem Freund und Gefährten und nach einem Kuscheltier kann bei Kindern stark ausgeprägt sein.
Das Zusammenleben mit einem Hund kann sich für Kinder sehr positiv auswirken. So lernen sie Verantwortung gegenüber einem abhängigen Wesen und sie treten in eine nonverbale soziale Interaktion mit einem intelligenten Geist. Dadurch können sie ihre eigenen intuitiven Fähigkeiten weiter entwickeln und nachhaltige soziale Erfahrungen machen– soweit der paradiesische Zustand.
Damit der geschilderte Fall auch eintreten kann, bedarf es allerdings großer Sorgfalt und auch Aufmerksamkeit durch die Eltern. Sie müssen sowohl dem Kind als auch dem Hund Dolmetscher sein, damit es zwischen den beiden zu einer konstruktiven und harmonischen Kommunikation kommen kann. Denn auch wenn Hunde Kindern gegenüber meist übermäßig tolerant sind, verstehen sie es doch sehr deutlich, ihre Grenzen abzustecken.
Hunde sind gut für Kinder, wenn die Eltern bereit und in der Lage sind, den Umgang zu begleiten und den Kontakt zwischen Hund und Kind in die richtigen Bahnen zu lenken.
Der richtige Hund
Ist der Hund bereits vor dem Kind im Haushalt, stellt sich die Frage nicht mehr, wird jedoch der Hund später angeschafft, gibt es eine große Auswahl an Rassehunden und Mischlingen, die von Züchtern, Privaten Haltern oder aus dem Tierheim geholt werden können.
Neben der Tatsache, dass kein Hund garantiert kinderlieb ist, gibt es eine Reihe von Rassen, die es mit ziemlicher Sicherheit nicht sind. Auf die Anschaffung Hunde solcher Rassen sollte einfach rein vorsorglich verzichtet werden, solange jüngere Kinder im Haushalt leben.
Alle anderen Rassen sind grundsätzlich so kinderlieb, wie es ihnen beigebracht wird, bzw. wie ihre Erfahrungen mit Kindern verlaufen. Hunde, die bereits als Welpen von den Kindern der Familie respektlos behandelt werden, werden sicher keine kinderlieben Hunde sein können.
Grundsätzlich kann man sagen, je kleiner das Kind, desto größer der Hund, da kleinere Hunde aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit oft ein höheres Aggressionspotential und eine geringere Beißhemmung mit sich bringen.
Wie sich ein Hund diesbezüglich entwickelt, hängt wiederum von der Erziehung des Hundes durch die Eltern ab und von dem Maß, in dem die Kinder dazu angehalten werden, die Bedürfnisse des Hundes zu akzeptieren.
Verhaltensregeln für Kinder
Damit das Zusammenleben von Kind und Hund in einem Haushalt harmonisch verläuft, müssen dem Kind, auch wenn es noch so klein ist, bestimmte Regeln vermittelt werden:
- Schlafende Hunde müssen in Ruhe gelassen werden
- Ein Hund darf niemals an Schwanz oder Ohren gezogen werden
- Kinder dürfen keine Zerr- oder Jagdspiele mit dem Hund spielen
Dies sind bereits alle Grundregeln, die Kinder beherzigen müssen. Für die Einhaltung der Regeln sind allerdings die Eltern voll verantwortlich und müssen sich dessen bewusst sein.
Empfehlungen für die Eltern
Auch für Eltern gelten Regeln, die eingehalten werden müssen, um Kind und Hund zu einem harmonischen Team zusammen wachsen zu lassen:
- Der Hund muss seinen Platz in der Rangordnung kennen und die ist unter dem Kind
- Der Hund darf das Kind niemals anknurren oder anderweitig bedrohen
- Das Kind muss die aufgestellten Regeln befolgen
- Kind und Hund dürfen nie allein gelassen werden.
Besonders der erste Punkt ist für Hunde schwer verständlich, da es ihrer sozialen Struktur im Rudel wiederspricht, dass ein schwächeres Mitglied in der Rangfolge über ihnen steht. Aber keine Sorge, Hunde sind intelligent genug, um diese Tatsache zu verstehen, wenn es ihnen verständlich beigebracht wird.
28.09.2009, 15:57 von
Redaktion |
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