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Nach der Trennung – Was wird aus den Kindern?
Das ResidenzmodellDieses Modell wird bis jetzt am häufigsten gelebt und bedeutet, dass die Kinder bei einem Elternteil leben und beim anderen zu Besuch sind. Vorteile sind eine Klarheit für die Kinder, sie wissen genau, wo sie hingehören – eine wichtige Gewissheit für Kinder, um Stabilität und Sicherheit zu fühlen. Die Nachteile liegen jedoch auf der Hand. Der Elternteil der besucht wird, wird zum Ausnahmeelternteil und Ferienvergnügen und gelebter Alltag ist in diesem Fall kaum möglich. Im Gegenzug dazu hat der Elternteil, bei dem die Kinder leben, die Hauptlast und Verantwortung für alle Belange der Kinder, was schnell zu einer Überforderung, zu einer stressreichen Atmosphäre und im schlimmsten Fall zu einer Vernachlässigung der Kinder führen kann. Das NestmodellDas für Kinder am wenigsten traumatisierende Modell ist wohl das sogenannte „Nestmodell“. Es ist auch das fairste aller Konzepte, da es von den Kindern keinen Ortswechsel verlangt, der sie durch den zusätzlichen Verlust der vertrauten Umgebung noch mehr aus der Bahn wirft, als die Trennung der Eltern es ohnehin schon tut. Idee ist hier, dass die Kinder immer am gleichen Ort leben und lediglich der betreuende Elternteil wechselt. Der Vorteil für die Kinder besteht darin, dass sie sich immer in vertrauter Umgebung befinden und nicht alle paar Tage oder Wochen durch einen halben Umzug aus ihrem Rhythmus gerissen werden. Vor allem für kleinere Kinder ist diese Lösung der Optimalfall. Das WechselmodellEine Kombination der beiden erstgenannten Modelle kann das sogenannte Wechselmodell sein. Diese hälftige Kinderbetreuung kann nur unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren. Wichtig ist, dass die Eltern in räumlicher Nähe leben, da Kindergarten bzw. Schule nicht gewechselt werden sollten und dass die Kinder das Modell annehmen. Beide Elternteile müssen in der Lage sein, sich zeitlich auf die Anwesenheit der Kinder einzustellen. Unumgänglich sind außerdem ein Grundkonsens der Eltern und eine freundliche und teamfähige Stimmung. Sind diese Grundvoraussetzungen gegeben, kann das Wechselmodell in verschiedenen Variationen und abhängig vom Alter vereinbart werden. Während sich die zeitlichen Wechsel bei kleineren Kindern im Rahmen von einer halben bis zwei Wochen bewegen, können größere Kinder durchaus auch im Halbjahres- oder Jahresrhythmus ihren Lebensmittelpunkt ändern.
02.10.2009, 08:02 von Redaktion |
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