Wenn das Baby regelmäßig mehrmals in der Nacht aufwacht und anfängt zu quengeln, weil es Nähe sucht, oder lauthals seine Milch einfordert, ist die Mutter – und oftmals natürlich auch der Vater – spätestens nach einigen Tagen völlig übermüdet. Denn natürlich nimmt das Baby keinerlei Rücksicht darauf, ob sich die eine oder der andere gerade in der für die Erholung des Körpers so wichtigen Tiefschlafphase befindet. Wenn der Hunger kommt, dann will er auch – im wahrsten Sinne des Wortes - gestillt werden, ganz gleich, wie spät es ist. Doch oftmals ist das Baby an dem daraus resultierenden Schlafmangel fast unschuldig, von den nächtlichen Weckrufen mal abgesehen. Â
Die wichtigste Regel dabei lautet: Gar nicht erst richtig aufwachen!
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1. Lassen Sie Ihr Baby direkt neben Ihnen im Ehebett schlafen. Das ist nicht nur wichtig, um ihm die Geborgenheit und Nähe zu geben, die es auch während der Nacht braucht, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass Sie zum Stillen nicht extra aufstehen müssen, sondern die Milchbar für Ihr hungriges Baby quasi im Halbschlaf öffnen können.
2. Sofern das Baby trotzdem nicht im gemeinsamen Bett mit Ihnen und Ihrem Partner schlafen soll – sei es aus Angst, dass einer von Ihnen sich im Schlaf ungünstig auf das Baby dreht, oder aus Angst, dass aus dem gut gemeinten nächtlichen Aufenthalt ein Dauerszenario für die kommenden Jahre wird – sollten Wiege oder Kinderbettchen sich dann zumindest in unmittelbarer Nähe befinden. Im besten Fall also nur eine Armlänge von Ihnen entfernt. Denn auch dann müssen Sie in der Nacht nicht aufstehen, sondern können Ihr Kind einfach aus seinem Bettchen zu sich herüber heben und anlegen.
3. Stillen Sie nach Möglichkeit bequem im Liegen oder, falls Ihnen diese Position nicht zusagt, nur leicht erhöht. Aber bleiben Sie auf jedem Fall im Bett und vermeiden Sie es, aufzustehen oder sich vollständig aufrichten zu müssen.
4. Vermeiden Sie zudem alles Weitere, was Sie aus dem wohligen Halbschlaf, in dem Sie sich seit dem Weckruf Ihres hungrigen Babys befinden, herausreißen könnte. Lassen Sie vor allem das Licht aus, denn Ihr süßes und vor allem intelligentes Baby findet Ihre Brust mit hundertprozentiger Sicherheit auch im Dunkeln. Â
5. Machen Sie aus dem Stillen keine Inszenierung, sondern versuchen Sie, so routiniert, leise und sanft wie möglich zu agieren. Vor allem, wenn Ihr Kind seine Mahlzeit beendet hat und wieder einschlafen soll. Müssen Sie es dafür zurück in sein eigenes Bettchen legen, sollten Sie auch hierum kein großes Aufheben machen, durch welches das satte oder wohlige Gefühl Ihres Babys gestört werden könnte. Denn wacht Ihr Kind während der Nacht erst einmal richtig auf, möchte es zwangsläufig und mit gutem Recht auch noch ein wenig von Mama oder Papa beschäftigt werden.
6. Nörgelt oder quengelt Ihr Baby nach dem Stillen trotzdem noch herum, sucht es wahrscheinlich nur weiterhin Nähe und Geborgenheit. Denn von Schrei-Babys einmal abgesehen oder aber, wenn Ihr kleiner Schatz wirklich von Beschwerden wie Koliken oder Ähnlichem geplagt wird, verlangen die wenigsten Kinder nach einem nächtlichen Entertainment-Format. Zumeist reicht das Wissen und das entsprechende Gefühl, dass Mama oder Papa da sind. Hier hilft eine streichelnde Hand, das sanfte Hin- und Herschaukeln der Wiege oder oftmals auch schon der Schnuller. Auch deshalb sollten Wiege oder Bettchen so positioniert sein, dass sie all diese kleinen Manöver im Halbschlaf absolvieren können, ohne dafür eigens aufstehen zu müssen.
7. Zu guter Letzt: Verzichten Sie darauf, Ihrem Baby in der Nacht die Windeln zu wechseln, sofern es nicht zwingend erforderlich ist. Denn dafür müssten Sie zwangsläufig aufstehen und das Licht einschalten. Wenn nicht allein dies Sie und Ihr Baby in den Tagesrhythmus versetzt, wird ihr kleiner Wonneproppen spätestens dann hellwach, wenn er aus seinem Strampler geschält wird und gymnastische Turnübungen auf dem Wickeltisch absolvieren soll. Dann ist die Nacht auf jeden Fall vorbei – für Sie, und für Ihr Baby sowieso!
01.10.2009, 16:25 von
Redaktion |
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