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Wahrnehmungsspiele zum Förderung des Seh-Sinns
Werden Sie zum SchatzsucherGanz gleich, ob es der morgendliche Weg zu Kindergarten oder Schule, der Einkauf am Nachmittag, ein gemütlicher Stadtbummel oder ein Nachmittag auf dem Spielplatz ist. Jede der Strecken, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind absolvieren, kann zu einem Erlebnispfad werden. Denn überall finden sich kleine Schätze – zumindest dann, wenn man die Augen offen hält und einen Schatz auch zu erkennen weiß. Entdecken Sie den UnterschiedWahrscheinlich kennen Sie selbst aus diversen Zeitschriften die beiden Bilder, die eigentlich identisch aussehen, in denen sich aber doch einige Fehler eingeschlichen haben, die es zu finden gilt. Genau dieses Rätsel können Sie auch mit Ihrem Kind spielen, um seine Aufmerksamkeit und seine genaue Wahrnehmung im Bereich des Sehens zu schulen. Dafür müssen Sie Ihrem Kind nur einige Minuten – ca. zwei – Zeit geben, damit es sich genau einprägen kann, wie Sie gerade vor ihm stehen oder sitzen. Dann schicken Sie Ihr Kind aus dem Zimmer, um ganz schnell etwas an Ihrem äußeren Erscheinungsbild zu verändern. Sie können für einen einfachen Schwierigkeitsgrad beispielsweise ein anderes Oberteil anziehen, einen Schal an- oder ablegen, die Brille aufsetzen oder auch die Haare zum Zopf zusammenbinden. Für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad hingegen müssen Sie filigraner vorgehen und vielleicht Ihre Schnürsenkel öffnen, eine Brosche anlegen, eine Kette ablegen oder auch nur eine Strähne Ihrer Haare hinters Ohr klemmen. So wird Ihr Kind lernen, sich Dinge bewusst einzuprägen. Und wenn die Rollen zwischenzeitlich getauscht werden dürfen, macht das kleine Spiel gleich doppelt so viel Spaß. Sehen Sie etwas, das Ihr Kind “nicht sieht“Es gibt wohl kaum jemanden, der dieses Spiel nicht kennt. „Ich sehe was, was Du nicht siehst, und das ist …“ - beispielsweise blau. Kinder lieben es, die Welt zu erforschen und zu entdecken. Noch mehr allerdings lieben sie, ihren Eltern zu beweisen, dass sie eben doch die Dinge sehen, von denen Mama oder Papa annimmt, man würde sie nicht sehen, oder nicht drauf kommen, welchen blauen Gegenstand sie ins Visier genommen haben. Tarnung ist allesDas Chamäleon macht es vor, denn durch seine Fähigkeit, sich immer wieder dem Hinter- oder Untergrund anzupassen, ist es nur für das geschulte Auge seiner Feinde zu entdecken. Wenn Sie einen Garten, eine bepflanzte Terrasse oder einen bunt blühenden Balkon haben, können Sie herausfinden, ob Ihr Kind ein ebenso guter Chamäleon-Finder wäre. Allerdings müssen Sie keine Chamäleons basteln, sondern nur Vögel, Käfer oder was Ihnen gerade einfällt und was sich im hohen Gras, den Büschen, Pflanzen oder Sträuchern verstecken würde. Die entsprechende Form – oder wenn Sie Lust haben auch mehrere unterschiedliche Formen – schneiden Sie aus einfachem Tonpapier oder Tonkarton aus. Nachts sind alle Katzen grauZumindest besagt dies ein altes Sprichwort. Ob das wirklich so ist, werden Sie erfahren, wenn Sie mit Ihrem Kind einfach mal eine Nachtwanderung unternehmen, oder im Winter an einem ganz einfachen Abend mit ihm bewusst die Dunkelheit entdecken. Ihr Kind wird schnell erkennen, dass in der Dunkelheit klare Linien verschwimmen, Strukturen verwischen und vieles im Dunkeln unheimlich, düster und manches Mal auch imposanter wirkt. Vor allen Dingen, wenn es Plätze wieder erkennt, die es auch im Tageslicht schon einmal gesehen hat. Die Faszination liegt im DetailUm sinnliches Sehen wieder zu erlernen oder zu fördern, muss der Blick auf die Details gelenkt werden. Dafür eignen sich ebenfalls Spaziergänge oder auch eine Hausinspektion, bei der – im wahrsten Sinne des Wortes – alles ganz genau unter die Lupe genommen wird. Folglich sollten Sie und Ihr Kind bei diesem Erlebnis-Parcours wie Sherlock Holmes im Besitz einer Lupe sein, um die faszinierenden Details zu entdecken, die ihnen sonst verborgen blieben. Sie können alles vergrößert betrachten, was Ihr Herz begehrt. Besonders viel Spaß jedoch macht es in der freien Natur, wenn auf einfachen Blättern jede Verästelung und Pore sichtbar wird, wenn kleine Spinnen ganz lange Beinchen, und kleine Maikäfer große Augen und bekommen. Wer sehen kann, kann auch zeichnenMalen oder Zeichnen zu können, hat eine Menge damit zu tun, wie man das, was man zu Papier bringen möchte, sieht oder wahrgenommen hat. Deshalb sollten gerade Kinder in ihrer Fähigkeit zu malen, gefördert werden. Dabei trainiert sich das richtige Sehen bei jedem Mal ein klein wenig mehr – insbesondere dann, wenn das, was das Kind malen soll, vorgegeben wird. Das heißt, in diesen Fällen sollten Gegenstände abgemalt werden. Das kann eine Pflanze im Blumentopf sein, eine bestimmte Obstsorte aus der Obstschale, die Uhr an der Wand oder was Ihnen sonst noch einfällt. Das Licht hat viele FarbenKinder lieben es, kleine Wunder und Geheimnisse zu entdecken. Das Spiel des Lichtes ist eines davon. Denn für Kinder ist Licht normalerweise entweder weiß, gelb oder durchsichtig – je nachdem, welche Art von Glühlampen Sie verwenden. Entdecke das Geheimnis dahinterKennen Sie noch “Dalli Klick“? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Egal, denn im Grunde geht es nur darum, Ihrem Kind den Ausschnitt eines Bildes zu zeigen, damit es errät, wer oder was sich dahinter in seiner Gesamtheit verbirgt. Die Umsetzung ist denkbar einfach: Sie brauchen nur ein Blatt Papier, in das sie ein kleines Loch schneiden – ein so genanntes Guck-Loch. Und schon kann es losgehen, beispielsweise beim abendlichen Vorlesen. Fazit:Es sind oftmals die einfachen Spielideen, die nicht viel kosten, mit der die Wahrnehmung von Kindern gefördert werden kann. Deshalb: Fragen Sie doch einfach auch einmal Ihre eigenen Eltern, womit sie sich als Kinder beschäftigt, welche Spiele sie besonders geliebt oder welche weiteren Spielideen sie vielleicht haben, mit denen Sie die sinnlichen Erlebnisse Ihres Kindes noch weiter bereichern können. Denn vom Spielen können Kinder nie genug bekommen. Und wenn Sie dabei noch fürs Leben lernen: Perfekt!
05.10.2009, 16:33 von Redaktion |
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