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Wahrnehmungsspiele zur Förderung des Geschmack-Sinns
Essen im DunkelnDie einfachste Methode, um Ihr Kind auf spielerische und sinnliche Weise seinen Geschmackssinn trainieren zu lassen, ist wohl das “Essen im Dunkeln“, also das Essen mit verbundenen Augen. Dabei können die verschiedenen Speisen zu Beginn des Spiels offen und am besten bereits portioniert auf dem Tisch liegen, damit ihr Kind sich darauf einstellen kann, was es zu probieren bekommt und gegebenenfalls noch einmal nachfragen kann, wenn es etwas nicht kennt oder den Namen einer Frucht oder eines Gemüses vergessen hat. Diese Methode eignet sich vor allem für kleine bzw. jüngere Kinder. Ohne die Möglichkeit, die Speisen vorher einmal gesehen zu haben, ist das Essen im Dunkeln natürlich von Anfang an ein wenig schwieriger. Nichts sehen, nichts riechen, nur schmecken“Nichts sehen, nichts riechen, nur schmecken“ ist noch ein wenig schwieriger als das Spiel “Essen im Dunkeln“. Denn hier bleibt dem Kind nicht nur verwehrt, zu sehen, was es probieren soll, sondern auch, es zu riechen. Für das Spiel nehmen Sie ein bis zwei Scheiben Brot, teilen die Scheiben in mehrere kleine Stücke und bestreichen oder belegen diese mit Aufstrichen oder Aufschnitt. Von Marmelade, Honig, Rübenkraut und feinen Schokoladencremes über Streichkäse und Streichwurst bis hin zu Aufschnitt in Form von verschiedenen Käse-, Wurst- oder Schinkensorten ist hier alles erlaubt. Willkommen im kleinen SaftladenLassen Sie aus Ihrer Küche eine kleine Saft-Bar werden, indem Sie Ihre Kind und vielleicht auch einige seiner Freunde zu einem spielerischen und sinnlichen Umtrunk einladen. Dafür brauchen Sie einen Entsafter und verschiedene Obst- und wahlweise auch Gemüsesorten. Pressen Sie das Obst und das Gemüse aus und füllen Sie jeden gewonnenen Saft in einen eigenen kleinen Becher. Bei mehreren Kindern sollte natürlich jedes von ihnen einen eigenen Becher bekommen. Allerdings sollten Sie dabei vorher von jeder Obst- oder Gemüsesorte bei einem Kind jeweils ein Stück, bei mehreren Kindern, die mitspielen, so viele Stücke wie sie der Anzahl der Kinder entsprechen, vorher abschneiden und auf dem Küchentisch drapieren. Denn nun gilt es, durch Probieren der verschiedenen Obst- und Fruchtsäfte das passende Gegenstück zu finden, aus dem diese jeweils gepresst wurden. Willkommen in Mamas BackstubeVermutlich gehören sie auch nicht unbedingt zu den Müttern oder Vätern, die täglich das Brot frisch selber backen. Dennoch können Sie aus Ihrem Familien-Frühstück oder dem Familien-Abendbrot einen Besuch in der Backstube machen. Dafür brauchen Sie nur verschiedene Brotsorten, die von Bäckern teilweise in Form von Probierschnitten verkauft werden. Denn natürlich gilt auch hier: Je mehr Auswahl Sie haben, desto besser. Denn an dem Tag, an dem die Küche zur Backstube wird, dürfen Kinder und Erwachsene die einzelnen Brotsorten ausgiebig unter die Lupe nehmen. Weshalb Sie die einzelnen Scheiben im Vorfeld bereits schon vierteln sollten. Nachdem alle Sorten ausgiebig ertastet, abgeschnuppert und probiert wurden, darf jedes Familienmitglied sich für eine Brotsorte entscheiden, die es in seinem Geschmack so detailliert wie möglich zu beschreiben versucht. Und vielleicht entdecken Sie und Ihre Kids ja sogar neue Lieblingssorten. Die Joghurt-WerkstattFür die Joghurt-Werkstatt benötigen Sie nur ein wenig Naturjoghurt und verschiedene Zutaten, mit denen er sich verfeinern lässt. Diese am besten in kleine Dip-Schälchen füllen und mit Löffeln versehen, damit sich Ihr Kind einfach daraus bedienen kann. Denn in der Joghurt-Werkstatt kann es selbst zum Joghurt-Produzenten werden und herausfinden, welche Zusammenstellung ihm am besten schmeckt und wahrscheinlich zum Kassenschlager werden würde – zumindest dann, wenn die Meinung Ihres Kindes Gewicht hätte. Jetzt jedenfalls hat seine Meinung Gewicht, denn schließlich geht es darum, welche Eigenkreation ihm am besten schmeckt. Schmeckst Du den UnterschiedFür das Spiel “Schmeckst Du den Unterschied“ eignet sich wiederholt Joghurt. Auch hier geht es darum, herauszufinden, welcher Joghurt Ihrem Kind am besten schmeckt. Allerdings kreiert es diesen diesmal nicht selbst, sondern darf sich durch drei verschiedene Sorten probieren – mit verbundenen oder zumindest geschlossenen Augen, versteht sich. Rate mal, was es heute zu essen gibtWenn Ihr Kind keine Gelegenheit hatte, Sie beim Kochen in der Küche zu beobachten, können Sie es ganz einfach erraten lassen, was es zum Mittagessen gibt. Zu allererst gilt es natürlich, darauf über den Geruch zu kommen. Gelingt das nicht, können Sie Ihr Kind bei geschlossenen Augen direkt aus dem Topf probieren lassen. Pusten bitte nicht vergessen, ist ja schließlich heiß. Viele Köche verderben nicht immer den BreiFür viele Kinder ist es jedoch das Schönste, gemeinsam mit Mama oder Papa in der Küche zu werkeln und als Hilfskoch zur Hand zu gehen. Wer sein Kind frühzeitig helfen lässt, hat zudem die Möglichkeit, ihm viel über Kräuter und Gewürze, Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch etc. zu erklären und ihm so immer neue Geschmackserlebnisse zu bereiten. Wie schmeckt die Tomate in rohem Zustand, wie, wenn sie in der Tomatensauce schwimmt? Denn auch die unterschiedlichen Konsistenzen sind für Kinder immer wieder ein Phänomen. So mögen viele zwar in einen Apfel beißen, aber Apfelmus ist ihnen zuwider. Und ein ganz einfacher Tipp zum Schluss:Je abwechslungsreicher Kinder essen, desto einfacher ist es, ihren Geschmackssinn ohne großen Aufwand zu fördern. Deshalb sollten Sie mindestens einmal pro Woche oder spätestens alle 14 Tage ein Gericht ausprobieren, das Ihr Kind noch nicht kennt. Wenn es das nicht mag, ist es okay – zumindest dann, wenn es dies zumindest probiert hat.
05.10.2009, 16:15 von Redaktion |
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