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Als wären Kopfläuse alleine nicht schon schlimm genug, machen die neuesten Forschungsergebnisse alles noch viel schlimmer. Denn diese bestätigen, dass Läuse nicht nur extrem nervig, ekelig und penetrant sind, sondern leider auch clever. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass sie ihre Genstruktur so verändert haben, dass diese nun resistent gegen die gängigen Läusemittel ist? Sie wissen schon, genau die Mittelchen, von denen wir dachten, dass wir den lästigen Parasiten so den Garaus machen können. Doch eine Kieler Untersuchung beweist nun das Gegenteil. Vom Verdacht zur Bestätigung In Studien aus Dänemark, Frankreich und Israel wurde die Gen-Veränderung der verhassten Kopfläuse bereits vor einiger Zeit beschrieben. Doch was in Deutschland bisher nur eine – wenn auch hartnäckige – Vermutung war, ist nun auch hierzulande dauerkribbelnde Gewissheit: Kopfläuse sind mittlerweile immun, also resistent, gegen viele der gängigen Behandlungsmittel. Gängigerweise werden Kopfläuse zumeist mit dem Insektengift Pyrethrum behandelt. Pyrethrum ist ein aus Chrysanthemen gewonnener Wirkstoff, den es zudem in den künstlich hergestellten Varianten, als Permethrin oder auch als Allethrin bezeichnet, gibt. Und genau diese drei genannten Wirkstoffe, die bisher in der Lage waren, das Nervensystem der Kopfläuse anzugreifen und ihr extrem nervendes Dasein zu beenden, können den lästigen kribbelnden und krabbelnden Parasiten nun nichts mehr anhaben. Die neuesten Untersuchungsergebnisse Dermatologin Regina Fölster-Holst, die mir ihrem Team die aktuelle Untersuchung durchgeführt und in dieser den Verdacht der Resistenz bestätigt hat, untersuchte dafür 2000 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren. In 4% der Fälle konnten Kopfläuse nachgewiesen werden. Doch nicht nur das: Alle entdeckten Kopfläuse wiesen dieselbe Genveränderung auf. Bleibt nur zu hoffen, dass die neueren, am Markt erhältlichen Wirkstoffe gegen Kopfläuse, die auf der Basis von Silikonölen hergestellt sind, nicht ebenfalls versagen. Denn diese greifen nicht das Nervensystem der kleinen Parasiten-Biester an, sondern verschließen ihre Atmungsorgane, damit sie ersticken. Allerdings: Für diese Silikonöl-Präparate liegen derzeit noch keine Untersuchungs- oder Studienergebnisse vor. Empfehlung für Betroffene Kopfläuse müssen und sollten auch weiterhin behandelt werden. Unabhängig von dem verwendeten Präparat, was als Therapie einfach ausgetestet werden muss, sollten Eltern jedoch darauf achten, die Haare ihres Kindes oder ihrer Kinder vor allem mit einem speziellen Läusekamm sorgfältig durchzukämmen. Denn dieser entfernt zumindest die Eier der Kopfläuse zuverlässig.
25.09.2009, 21:29 von Mutti |
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